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Was ein dunkles Hintergrundbild am OLED-Akku ändert

Dunkle Apps sparen auf OLED vor allem bei hoher Helligkeit Strom. Ein Hintergrundbild wirkt nur auf den Pixeln, die wirklich zu sehen sind. Die Zahlen stammen aus einer Messung von 2021.

Florian Weber
Florian Weber
Digital Art & Display Kurator
7 Min. Lesezeit •
Was ein dunkles Hintergrundbild am OLED-Akku ändert

Gemessen wurden Apps, keine Hintergrundbilder

Pranab Dash und Y. Charlie Hu haben 2021 an der Purdue University geprüft, wie viel Strom ein OLED-Display zieht, wenn dieselbe App hell oder dunkel dargestellt wird. Sechs Google-Apps, jeweils etwa 60 Sekunden: Maps, News, Telefon, Kalender, YouTube und der Rechner. Die Geräte waren Pixel 2, Moto Z3, Pixel 4 und Pixel 5. Die Arbeit steht in den Proceedings von MobiSys.

Gemessen wurde die Oberfläche der App. Kein Hintergrundbild, und kein ganzer Tag bis zum leeren Akku. Die Universität fasst den Verbrauch so: Bei 30 bis 50 Prozent Helligkeit lag die Ersparnis im Schnitt bei 3 bis 9 Prozent. Bei 100 Prozent Helligkeit lag sie bei 39 bis 47 Prozent. Mit automatischer Helligkeit bleiben die meisten Leute in der Wohnung bei etwa 30 bis 40 Prozent. In dem Bereich merkt man die Ersparnis am Abend kaum.

Google schreibt in der Android-Dokumentation zum dunklen Thema, dunkle Farben könnten auf OLED-Displays Strom sparen. Eine Helligkeit nennt die Seite nicht. Ohne die wirkt der Satz größer, als die Messung hergibt.

Die Helligkeit entscheidet, nicht das Wort dunkel

Ein OLED-Pixel leuchtet selbst. Ist er schwarz, ist er aus. Je heller die Fläche, desto mehr Strom. Ein LCD hat eine Hintergrundbeleuchtung, die bei einem dunklen Bild weiterbrennt. Die Purdue-Rechnung gilt deshalb für OLED, nicht für ein älteres LCD-Telefon.

Das iPhone X von 2017 war das erste iPhone mit OLED. Das iPhone 11 und die SE-Modelle bis zur dritten Generation sind LCD. Die normalen Modelle ab dem iPhone 12 haben OLED, das iPhone 17 aus dem Herbst 2025 auch. Apple gibt dafür ein 6,3-Zoll-OLED an. Auf einem LCD-Gerät ändert ein schwarzes Hintergrundbild am Akku praktisch nichts.

Das MacBook Pro mit 14 und 16 Zoll, auch die M5-Modelle von 2026, ist kein OLED. Dahinter sitzt ein LCD mit Mini-LED und lokalen Dimmzonen. Eine große dunkle Fläche kann Zonen herunterregeln. Ein heller Punkt in derselben Zone hält sie an. Ein schwarzes Bild spart dort nicht Pixel für Pixel, so wie auf dem Telefon.

Strom fließt nur dort, wo das Bild zu sehen ist

Es zählt, was auf dem Panel liegt, nicht die Datei im Ordner. Liegt ein Fenster über dem Desktop, ist das Hintergrundbild weg. Auf dem Handy ist der Sperrbildschirm der Fall, in dem das Motiv am längsten frei steht. Danach kommen Uhr, Icons und die Leiste unten. Ein Always-On-Display dimmt das Bild, lässt es aber an. Helle Flecken bleiben helle Flecken, nur leiser.

Wie viele Minuten ein anderes Hintergrundbild über den Tag bringt, steht in der Purdue-Arbeit nicht. Die Prozente gelten für ganze App-Flächen. Ein Motiv, das zur Hälfte unter Icons verschwindet, kann davon nur einen Teil abbekommen. Ich rechne das nicht in Stunden um.

Draußen, wenn die Automatik auf volle Helligkeit geht, ist der Unterschied zwischen einer hellen und einer dunklen Fläche am größten. Drinnen bei gedimmtem Schirm ist er klein. Wer das Bild vor allem abends ruhiger haben will, liegt mit einem dunklen Motiv richtig. Der Akku ist dabei der kleinere Grund. Zur Morgenstimmung steht mehr im Text über das Hintergrundbild am Morgen.

Schwarz ist aus, ein Nachtfoto nicht

Reines Schwarz, also der Wert #000000, schaltet die OLED-Pixel ab. Ein Nachtfoto ist das selten. Die Meeresfläche unten liegt im dominanten Ton um #192026, die Milchstraße um #1C283D. Das ist dunkel, und es leuchtet noch. Sterne, Fenster und Goldkanten sind die teuren Stellen.

Für den Sperrbildschirm nehme ich eine große dunkle Fläche und wenige knallige Inseln. Die Uhr lege ich auf eine ruhige Stelle, nicht auf den hellsten Fleck. Passende Motive liegen bei den dunklen Bildern und unter Handy-Hintergründen. Auf einem LCD-Monitor ist dieselbe Datei eine Geschmacksfrage.

OLED altert dort, wo Pixel lange hell bleiben. Taskleiste, Dock, ein Logo an fester Stelle. Ein schwarzes Bild schont die Pixel, die aus sind. Es macht eine schon eingebrannte Stelle nicht rückgängig. Wer den Desktop stundenlang leer stehen lässt, schaltet den Schirm aus. Das hilft mehr als der nächste Motivwechsel.

Die Quellen

Übertragen auf ein Hintergrundbild sind das Grenzen, keine Garantie. Die Versuche dauerten eine Minute pro App, bei voller Bildschirmfläche, auf Android-Telefonen von 2017 bis 2020.

Vier dunkle Flächen, keine davon reines Schwarz

Nachtfotos leuchten noch. Die Goldkante zeigt, wo ein OLED weiter arbeitet.

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Dunkle Meeresoberfläche mit feinen Wellen 4000 x 6000
Dunkel

Dunkle Meeresoberfläche mit feinen Wellen

Dominanter Ton um #192026. Auf OLED sparsamer als ein weißes Motiv, aber nicht aus. Das Foto ist 2:3, ein heutiges Telefon ist schmaler, links und rechts fällt etwas weg.

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Milchstraße mit dichtem Sternenband 6472 x 3641
Nachthimmel

Milchstraße mit dichtem Sternenband

Der Himmel ist dunkel, das Sternenband nicht. Auf einem OLED-Monitor sind die Sterne die Stellen, die weiter leuchten.

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Beleuchtete Fußgängerbrücke bei Nacht 6240 x 4160
Nacht

Beleuchtete Fußgängerbrücke bei Nacht

Sehr dunkle Fläche um #130F10, dazu helle Lampen. Gut, wenn die Uhr oder die Fenster auf dem dunklen Himmel liegen.

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Goldene Lichtreflexion auf dunklem Wasser 6058 x 9087
Dunkel

Goldene Lichtreflexion auf dunklem Wasser

Das Gegenbeispiel. Der Goldstreifen ist hell und gesättigt. Genau dort zieht ein OLED-Pixel weiter Strom, auch wenn der Rest fast schwarz ist.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wichtige Antworten rund um das Thema Was ein dunkles Hintergrundbild am OLED-Akku ändert.

1. Spart ein schwarzes Hintergrundbild Akku?

Auf OLED, und nur auf den Pixeln, die das Bild wirklich zeigt. Bei 30 bis 50 Prozent Helligkeit lag die Ersparnis in den App-Tests von Dash und Hu bei 3 bis 9 Prozent. Ein Hintergrundbild bedeckt weniger als eine komplett dunkle App, sobald Icons und Fenster darüber liegen.

2. Gilt das für das iPhone?

Für OLED-Modelle, seit dem iPhone X. Das iPhone 17 hat nach Apple ein OLED. Das iPhone 11 und ältere LCD-Modelle profitieren nicht. Die Prozentzahlen aus Purdue stammen von Android-Apps, nicht von einer Apple-Messung am Sperrbildschirm. Die Physik des Panels ist dieselbe.

3. Hilft ein dunkles Bild auf dem MacBook Pro?

Nur über die Dimmzonen der Mini-LED, nicht wie ein einzelner OLED-Pixel. Große dunkle Flächen können Zonen senken. Viele helle Punkte halten die Zone an. Die 14- und 16-Zoll-Modelle von 2026 sind weiterhin LCD mit Mini-LED.

4. Reicht ein fast schwarzes Nachtfoto?

Fast schwarz leuchtet noch, nur schwach. Für den Akku ist eine große dunkle Fläche besser als ein grelles Motiv. Für die Augen am Abend oft auch. Den größeren Unterschied gibt es draußen bei voller Helligkeit, nicht im abgedunkelten Zimmer.

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